Die Aufführung des Jahres 2011:
J. Sartre: Das Spiel ist aus

Die Aufführung des Jahres 2011 war "Das Spiel ist aus" von J.P. Sartre. Wir dokumentieren unten das Programmheft mit allen Mitwirkenden. Die Fotos von den Aufführungen sind gut dokumentiert unter der Rubrik "Fotogalerien" auf dieser Internetseite, auf die wir hier noch einmal verweisen:

Programmheft
Der Autor
Jean Paul Sartre (1905-1980), Philosoph, Schriftsteller und politischer Aktivist, war der bedeutendste Vertreter des französischen Existentialismus. 1964 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur zugesprochen. Er lehnte die Annahme der Auszeichnung aber ab.
Nach Sartres Überzeugung gibt es keine allgemein verbindlichen Werte und Normen. Vielmehr, so lehrte er, sei der Mensch zur Freiheit verdammt und müsse sich individuell Werte und Normen setzen. Die Folgen seiner Entscheidung für sich selbst und andere müsse er dann aber auch tragen. Der Mensch könne seine Freiheit nutzen, aber auch sein Leben verfehlen. Auch wenn es keine höhere Instanz gebe, sei jeder Mensch doch für sein Tun verantwortlich.
Zur Inszenierung
Mit dieser Inszenierung unter dem beziehungsreichen Titel „Das Spiel ist aus“ beendet Frau Möller nach 15 Aufführungen ihre Regiearbeit am Gymnasium Neu Wulmstorf. Es ist dasselbe Theaterstück, mit dem Frau Möller 1997 ihre Tätigkeit als Regisseurin begonnen hat. Sie möchte mit dieser Abschlussinszenierung u.a. zeigen, welche Freiheiten und dramaturgischen Mittel sich die Theater-AG im Laufe der Jahre angeeignet hat.
Das Theaterstück basiert auf einem Filmskript von Jean Paul Sartre, geht mit der Vorlage allerdings recht frei um. So bekommt der Regent noch eine aufgetakelte Schnepfe als Ehefrau zugeteilt und Sartre und seine lebenslange Begleiterin Simone de Bauvoir dürfen auch im Totenreich auftreten und ihre lebenslangen Eifersüchteleien im Jenseits fortsetzen. Das deterministische Ende der Vorlage, das eigentlich nicht zu Sartres Philosophie passt, wird durch einen freien Entschluss ersetzt.
Inhalt
In einem nicht näher bezeichneten diktatorisch regierten Land wird am Vorabend eines Aufstands gegen das Regime der Arbeiter Pierre Dumaine, der Anführer der proletarischen Untergrundbewegung, von einem Verräter aus den eigenen Reihen erschossen. Zur gleichen Zeit wird Eve Charlier, die Frau des Milizführers, von ihrem Mann, der es auf ihr Vermögen abgesehen hat, vergiftet. Eve und Pierrre treffen sich im Reich der Toten und verlieben sich ineinander. Sie bedauern, dass sie sich nicht schon zu Lebzeiten getroffen haben. Zu Eves und Pierres Glück stellt sich heraus, dass der himmlischen Registratur, die noch nicht auf Computer umgestellt ist, ein Fehler unterlaufen ist und sie sich tatsächlich als Lebende hätten kennen lernen sollen. Sie dürfen deshalb wieder auf die Erde zurück. Allerdings haben sie eine Bedingung zu erfüllen: Sie dürfen 24 Stunden nicht an ihrer Liebe zweifeln. Sonst ist das Spiel endgültig aus. Nun haben aber beide, weil sie als Tote überall ungesehen herumlaufen konnten, nicht nur festgestellt, wer sie getötet hat, sondern auch, dass ihre nächsten Angehörigen, Eves Schwester Lucette und Pierres Genossen, in höchster Gefahr sind. Sie möchten sie deshalb nach ihrer Rückkehr auf die Erde zuerst warnen. Dadurch geraten sie in ein Dilemma.
Die Theater-AG dankt
Frau Dagmar Thole für dramaturgische Beratung,
Herrn Kölln für stets freundliche Unterstützung
und dem Sekretariat für den Kartenverkauf und den Druck des Programms.
Charaktere und Darsteller
Die Charliers
Eve Rosalie Sperber
Andre´ Maximilian Zender
Lucette Raphaela Kreiser
Rose, Bedienstete Theresia Hachmöller
Die Revolutionäre
Pierre Dumaine Jasper Eckhardt
Langlois Ricarda Bredehöft
Dixonne Dorothee Lühr
Renaudel Nora Klutzny
Poulain Rebecca Rasmussen
Lucien Tobias Seemann
Regentenfamilie
Regent Jeroen Kies
dessen Frau Joca Klimpki
Marie, Bedienstete Sara Steinfeld
Weitere Lebende
Saxophonspieler Leon Sladky
Liebespaar Nina Neumann
Jeroen kies
Wachmann Daniel Gooß
Kind Dorothee Lühr
Dieb Ricarda Bredehöft
Kellnerin Verena Halbe
Frau mit Kinderwagen Verena Halbe
Fotomodell Nina Neumann
Fotografin Carina Detzkis
Tourist Cornelius Wolff
Ökotante Sabrina Rieck
Straßenfeger Tobias Seemann
Soldat Daniel Gooß
Geschäftsmann Daniel Gooß
Zeitungsleser Daniel Gooß
Oma 1 Nina Neumann
Sportlerin Nina Neumann
Oma 2 Kim Goldmann
Shopperin Kim Goldmann
Musikhörerin Raphaela Kreiser
Demonstrant Jeroen Kies
Soldat Jeroen Kies
Kind Theresia Hachmöller
Shopperin Theresia Hachmöller
Tote
Sekretärin Sabrina Rieck
alter Herr Cornelius Wolff
Vater Daniel Gooß
Beauvoir Kim Goldmann
Sartre Daniel Gooß
Bertrand Tobias Seemann
schöne Tote Carina Detzkis
Bühnenbild
Valentina Sauer, Daria Küster, Katharina Wiegers, Lara Schmeling, Carsten Dieterle
Plakat
Dorthee Lühr
Graffiti
Christian Wittuhn
Technik
Jannik Brockmann, Fabian Dierks
Maske
Nina Westphalen
Viedeoaufnahme
David Winheim
Souffleusen
Texte
Edmund Linden
Regie
Angelika Möller