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„Vom Buchdruck bis zur vollautomatischen Druckerpresse“

 

 

 

„Wie viele Zeitungen können innerhalb einer Stunde gedruckt werden?“ oder „Wie kann man sich eigentlich eine moderne Druckerei vorstellen?“ All diesen Fragestellungen konnte die 10/4 des Gymnasiums Neu Wulmstorf im Rahmen des Schülerprojekts „ZISCH“ beim Besuch der A. Beig Druckerei in Pinneberg auf die Spur gehen.

Nachdem die Klasse das Hauptgebäude des Pinneberger Tageblatts betreten hatte und von der Betreuerin Inge Bumann begrüßt wurde, nannte diese einige grundlegende Fakten über die Druckerei. Diese wurde 1844 von Andreas Diedrich Baig gegründet und beschäftigt heutzutage rund 100 Mitarbeiter. Zusätzlich produziert sie nicht nur das Pinneberger Tageblatt und die vier dazu gehörenden Lokalzeitungen Wedel-Schulauer, Schenefelder, Quickborner Tageblatt und die Barmstedter Zeitung sowie die Harburger Anzeigen & Nachrichten, sondern nimmt tagsüber auch Aufträge anderer Redaktionen und Unternehmen an.

Aufgrund der Vielzahl an gedruckten Zeitungen kam bei den Schülerinnen und Schülern schnell ein großes Interesse für die Druckerpresse auf, die immerhin im Mittelpunkt des Ausflugs stehen sollte. Doch erst mussten sie sich mit einem Modell im Maßstab 1:50 zufriedengeben, welches Inge Bumann fachkundig erklärte: Die Druckerpresse ist 18 Meter hoch und besitzt mehrere Etagen. Im Erdgeschoss sind die bis zu 1750 Kilogramm schweren Papierrollen befestigt. Während die Maschine im Betrieb ist, bewegt sich dieses Papier mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h durch die Presse und wird mithilfe des sogenannten OffSet-Verfahrens beidseitig farbig bedruckt. Dabei kann die Druckerpresse eine Zeitung mit maximal 48 Seiten herstellen, davon jedoch 45.000 Stück pro Stunde. Als Vergleich: Die Auflage des Pinneberger Tageblatts liegt bei täglichen 20.000 bis 25.000 Stück. Zudem verkündete Inge Bumann stolz: „Als wir die Druckerpresse vor rund drei Jahren erhielten, waren wir die einzige Druckerei mit solch einer Maschine auf der ganzen Welt.“

Nach dieser kurzen Einweisung wurde die Klasse zum Druckereigebäude geführt, in welchem sich die Presse befindet. Dort konnte z.B. die nähere Funktionsweise sowie der Weg der Zeitung auf einem scheinbar endlos langen Transportsystem von der Maschine bis zur Verpackungs- und Transporthalle beobachtet werden.

Der Besuch endete schließlich mit der Beantwortung weiterer Fragen und der Begutachtung der „ausgedienten“ Druckerpresse, welche gelegentlich noch für Aufträge mit geringerer Auflage genutzt wird. Im Gegensatz zur moderneren Anlage besitzt diese eine riesige Grundfläche, dafür jedoch nur eine geringe Höhe.

 

 

von Christoph Schrock, Gymnasium Neu Wulmstorf, Klasse 10/4, 04.03.2010

 

Seite zuletzt geändert am 07.03.2010, 19:01 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

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