„Eine Welt – Wie sieht sie aus?“
Politik-Seminar im Haus Rissen für GNW-Schülerinnen und Schüler
Auch dieses Jahr nahm unsere Schule wieder am Politikseminar im Hamburg Rissen mit der Fragestellung: „Die Eine Welt – Wie sieht sie aus? Was heißt Entwicklungspolitik und Solidarität für uns heute?“ vom 06. - 10. Dezember teil. Unsere Gruppe, bestehend aus etwa 18 Leuten, machte sich am Montagmorgen auf den Weg und wurde nach der Ankunft um 13 Uhr von Dr. Eckard Bolsinger und der Diplom-Pädagogin und Referentin für Migration und Schule für das Haus Rissen Zeliha Gencay, welche uns auch weiterhin durch die Woche begleitete, begrüßt. Anschließend folgte der Besuch einer Hamburger Moschee, verbunden mit einem Gespräch und einer Führung durch Herrn Tamer Coban. Nachdem wir im moscheeeigenen Restaurant mit Tee herzlich willkommen geheißen wurden, hatten wir die Möglichkeit, am Abendgebet teilnehmen zu dürfen. Die unvoreingenommene Offenheit und die Aufdeckung vieler Gemeinsamkeiten zwischen dem Islam und dem Christentum, wie beispielsweise der Inhalt der 10 Gebote, die klare Differenzierung zwischen Religion und Tradition (auch das Thema der sogenannten „Ehrenmorde“ wurde angeschnitten) (…) sorgte, vor allem nach der Diskussion mit einer Frau aus der Imam-Ali-Moschee in Rissen letztes Jahr, die nahezu allen Fragen ausgewichen und uns äußerst voreingenommen gegenüber getreten war, für eine positive Überraschung.
Nach dem Abendessen erwartete uns ein Dialog mit Herrn Dr. Michael Biehl (Missionsakademie der Uni HH) und Zeliha Gencay: „Was trennt, was eint Christen und Muslime“.
Am Dienstag wurde weitgehend in den Arbeitsgruppen für die Länderstudien der Länder China, Bolivien, Kenia und Afghanistan gearbeitet. In den folgenden Tagen fanden die Vorträge der Länderfallstudien durch unsere Gruppe mit einer darauf folgenden Ergänzung durch die jeweiligen Referenten zu den Themen statt. Der Freitag schloss mit dem Afghanistan-Vortrag der Schüler und Herrn Dr. Hans Krech ab, der uns die strategischen Zukunftspläne Al-Kaidas vermittelte und mit einem Schwerpunkt auf Pakistan und Afghanistan (teilweise Iran) das Beziehungsgeflecht der Untergrundparteien in Afghanistan und Pakistan schülergerecht vermittelte.
Alles in allem hat das Seminar der gesamten Gruppe sowie auch Herrn Färber, der dieses Projekt glücklicherweise in unserer Schule eingeführt hat, und Frau Henschke als begleitender Lehrkraft sehr gefallen und uns alle bereichert. Die individuellen Arbeitsphasen und die aus den Vorträgen entstandenen Diskussion entwicklungspolitischer Fragen haben das Interesse an interkulturellen Themen verstärkt und unser Allgemeinwissen sehr befördert.
Lara Schmeling