Stoffverteilung
(Themen und Inhalte des Faches Politik-Wirtschaft)
Die folgenden dargestellten Informationen sind nachzulesen unter:
Kerncurriculum Politik-Wirtschaft 8 - 10:
db2.nibis.de/1db/cuvo/ausgabe/kurse2.php
Kerncurriculum Politik-Wirtschaft 11 - 12
db2.nibis.de/1db/cuvo/ausgabe/kurse2.php
Schwerpunktthemen Abitur Politik Wirtschaft (seit 2006)
http://www.nibis.de/nibis.phtml?menid=1360
Einheitliche Prüfungsanforderungen Abitur (EPAs)
www.kmk.org/doc/beschl/EPA-Sozialkunde_Politik.pdf
Klassenstufen 8-10
Das 2006 herausgegebene Kerncurriculum Politik-Wirtschaft 8-10 gilt im Schuljahr 2006/2007 aufsteigend von der Jahrgangsstufe 8.
Das eingeführte Lehrbuch "Politik-Wirtschaft Arbeitsbuch 8 und 9/10, Floren u.a. (Schöningh-Verlag)" besitzt im Unterricht eine zentrale Funktion. Seine Konzeption orientiert sich an den Lernfeldern und stellt das wesentliche Arbeitsmaterial zur Verfügung. Ergänzt wird dieses durch aktuelles Material (Zeitungsartikel/ Zahlenmaterial/Wahlplakate/Wahlanalysen etc.).
Die zu erwerbenden Kompetenzen im Fach Politik-Wirtschaft sind verbindlich. Ziel ist "die Vermittlung eines Fundamentums politischer und ökonomischer Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten bis zum Abschluss des Sekundarbereiches I, auf welchem der Unterricht in der gymnasialen Oberstufe aufbauen kann." (Kerncurriculum S. 15)
Die Kompetenzen werden in der Auseinandersetzung mit acht verbindlichen Themen erworben:

Oberstufe
1. Zweistündiges Ergänzungsfach
11/1: Die Bundesrepublik in der globalisierten Wirtschaft
- Chancen und Risiken der Globalisierung aus der Sicht unterschiedlicher Akteure (Konsumenten, Arbeitnehmer, Unternehmer, Staat)
- Indikatoren und Ursachen der Globalisierung
- Außenwirtschaftliche Leitbilder (Freihandel versus Protektionismus)
- Die Auseinandersetzung um eine Welthandelsordnung am Beispiel der WTO
11/2: Das Ringen um Frieden und Sicherheit am Beispiel eines Konflikts auf internationaler
Ebene
- Sicherheitspolitische Herausforderungen (insbes. Terrorismus und Ressourcenkonflikte)
- Konzepte der Konfliktbearbeitung (zivile und militärische)
- Die Möglichkeiten internationaler Institutionen und Organisationen (EU; UNO; NATO) zur
Friedenssicherung und Konfliktbewältigung
- Der politische Willensbildungsprozess in Deutschland bei einem Auslandseinsatz der
Bundeswehr
2. Vierstündiges Prüfungsfach
11/1: Demokratie und sozialer Rechtsstaat
a) Der politische Willensbildungs- und Entscheidungsprozess am Beispiel eines Gesetzes zur
Sozialpolitik
- Rolle und Funktion der Medien in der Demokratie (insbesondere beim Agenda-Setting)
- Parteien (Stellung im Grund- und Parteiengesetz; Spannungsverhältnis von Freiheit und
- Gleichheit in programmatischen Aussagen)
- Verbände (Formen des Verbandseinflusses; Lobbyismus), Initiativen und Bewegungen
- Das Machtgefüge der Verfassungsorgane im politischen Entscheidungsprozess
b). Demokratie
- Das Demokratiemodell des Grundgesetzes (Volkssouveränität; streitbar/wehrhaft; repräsentativ;
- wertgebunden; föderal)
- Formen und Theorien der Demokratie (plebiszitär, parlamentarisch, präsidentiell)
- Zukunft der Demokratie in der Bundesrepublik (Bürger-/Zivilgesellschaft, Entwicklung des Wählerverhaltens)
11/2: Wirtschaftspolitik in der Sozialen Marktwirtschaft
a). Die Rolle des Staates in der sozialen Marktwirtschaft
- Wirtschaftspolitische Ziele (wie Vollbeschäftigung, Preisstabilität, gerechte Einkommens- und
- Vermögensverteilung) als Subziele gesellschaftlicher Werte (wie Freiheit, Gerechtigkeit,
- Sicherheit) und Zielkonflikte
- Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft: Wettbewerbs-, Sozial- und Marktkonformitätsprinzip
- Marktversagen und Staatsversagen
b). Wirtschaftspolitik am Beispiel des Beschäftigungsproblems
- Arbeitslosigkeit: statistische Erfassung, Ursachen; Folgen für die soziale Sicherung sowie für die Staatsfinanzen
- Die konjunkturpolitische Dimension des Beschäftigungsproblems (Beziehung zwischen Konjunktur- und Beschäftigungsentwicklung, angebots- versus nachfrageorientierte Konzeptionen)
- Die ordnungspolitische Dimension des Beschäftigungsproblems (Regulierung und Deregulierung des Arbeitsmarktes sowie ihre Auswirkungen auf Arbeitnehmer und Unternehmen)
- Die strukturpolitische Dimension des Beschäftigungsproblems (Strukturerhaltungs-, Strukturanpassungs- und Strukturgestaltungspolitik)
- Grenzen nationaler Beschäftigungspolitik angesichts der Verlagerung von Kompetenzen auf die EU-Ebene
12/1: Internationale Sicherheits- und Friedenspolitik
a). Internationale Herausforderungen
- Alte und neue Formen kriegerischer Auseinandersetzungen (insbesondere zwischenstaatliche Kriege, Ressourcenkriege privater bzw. semiprivater Kriegsakteure, Pazifizierungskriege bzw. militärische Interventionen), terroristische Verwüstungskriege bzw. asymmetrische Kriegsführung)
- Erscheinungsformen, Ursachen und Folgen des internationalen Terrorismus
- Globale Ressourcenkonflikte (insbesondere fossile Energieträger)
b). Akteure und Strategien der internationalen Sicherheits- und Friedenspolitik
- Außenpolitik der USA zwischen Uni- und Multilateralismus (insbesondere im Hinblick auf Völkerrecht und Bündnisse)
- Deutsche Außen- und Sicherheitspolitik seit 1989/90 und die Rolle der Bundeswehr (insbesondere die Einordnung Deutschlands in UN-, EU- und transatlantische Zusammenhänge)
- Möglichkeiten internationaler Institutionen und Organisationen (UNO, NATO, EU) zur Friedenssicherung und Konfliktbewältigung
- Verrechtlichung der internationalen Beziehungen (insbesondere Internationaler Strafgerichtshof)
12/2: Internationale Wirtschaftsbeziehungen
a). Weltwirtschaft zwischen Liberalisierung und Protektionismus
- Gründe des internationalen Handels (insbesondere Kosten- und Preisunterschiede) Entwicklungstendenzen des Welthandels (z. B. überproportionale Zunahme des Welthandels gegenüber der Weltwirtschaftsleistung)
- Devisenmarkt und Wechselkursbildung (Wechselkurs beeinflussende Faktoren, Wirkungen von Wechselkursänderungen)
- Außenwirtschaftliche Leitbilder (Freihandel versus Protektionismus) und Instrumente der Außenwirtschaftspolitik (tarifäre und nichttarifäre Handelsbeschränkungen)
- Ansätze und Institutionen einer Weltwirtschaftsordnung (insbesondere Welthandelsorganisation)
b). Globalisierung als Herausforderung
- Der Unternehmensstandort Deutschland im Rahmen der Globalisierung (insbesondere Gründe der Internationalisierung von Unternehmen)
- Chancen und Risiken der Globalisierung aus der Sicht unterschiedlicher Akteure (Konsumenten, Arbeitnehmer, Unternehmer, Staaten u.a.)