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Natrium-Kalium-Austausch zwischen innerer und äußerer Membran Handreichung von Steffi Auer und Johanna Klahn
Video: http://www.blackwellpublishing.com/matthews/animate.html
„Tunneldurchlass während eines Aktionspotentials“ - „Channel Gating during an action potential“
Beschreibung: Auf dem Video sieht man die Plasma-Membran einer Nervenzelle, in der sich ein spannungsgesteuerter Natrium- und ein Kaliumtunnel befindet. Außerhalb der Membran befindet sich ein Überschuss an Natrium-Teilchen (Na+, im Video grün dargestellt). Innerhalb der Zelle ist ein Überschuss an Kalium-Teilchen (K+, im Video orange dargestellt) zu sehen. Während des Ruhepotentials (Spannung ca. -70mV) sind die Tunnel geschlossen und es findet kein Austausch von Natrium- bzw. Kaliumionen statt. Bei Beginn der Depolarisation (bei ca. -50mV), die durch einen Reiz ausgelöst wird, öffnet sich der Natrium-Tunnel , sodass Na+ -Ionen in die Zelle strömen. Die Spannung zwischen der inneren und äußeren Membranseite steigt bis zu einem Maximum von ca. +40mV. Dann verschließt eine Klappe im Zellinnern den Tunnel. Diese Klappe heißt hier h-gate. Sobald der Na+-Tunnel verschlossen ist, öffnet sich der K+-Tunnel und Kalium- Ionen strömen ins Zelläußere. Diesen Vorgang nennt man Repolarisation, die Spannung sinkt währenddessen auf -70mV. Die Spannung sinkt noch weiter bis auf ca. -90mV und steigt dann langsam wieder auf das Ruhepotential von -70mV an. Der Abschnitt, bei dem die Spannung unter -70mV liegt, nennt man Hyperpolarisation. Sobald die Hyperpolarisation einsetzt, schließt sich der Kaliumtunnel und die K+ -Ionen können nicht mehr in das Zelläußere gelangen. Das h-gate am Na+ -Tunnel öffnet sich zur gleichen Zeit. Somit ist die Reizleitung abgeschlossen und die Nervenzelle befindet sich wieder im Ausgangszustand des Ruhepotentials.
Erklärung: Bevor die Depolarisation beginnt (während der Ruhephase) ist der Bereich außerhalb der Zellmembran, aufgrund des Natrium-Überschusses, positiv geladen. Innerhalb der Zelle ist die Ladung negativ, da sich dort mehr Proteinanionen (sind im Video nicht dargestellt) als Kaliumionen befinden. Beginnt die Depolarisation, verschieben sich die Na+ -Ladungen und somit das Ladungsgleichgewicht zwischen dem Zellinneren und dem -äußeren. Innen besteht nun eine positive Ladung, weil sich mehr positive (Na+ und K+) als negative (Proteinanionen) Teilchen im Zellinnern befinden. Außen besteht dadurch eine negative Ladung, da die negativ geladenen Teilchen (Chloridionen) überwiegen. Die Ladungen zwischen dem Zellinnern und -äußeren kehren sich also um. Dadurch, dass die K+ -Ionen bei der Repolarisation in das Zelläußere wandern, überwiegen wieder die negativ geladenen Teilchen im Zellinnern. Somit besteht im Innern wieder eine negative Spannung. Da die K+ -Ionen wieder außen sind, überwiegen dort die positiv geladenen Teilchen. Das Anfangsgleichgewicht der Ionenkonzentrationen ist also wieder hergestellt. Im Inneren besteht ein negatives und außen ein positives Potential.
Glossar:
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