Exkursion ins Hamburger Schulmuseum

 

 

Im Zuge des fächerverbindenden (Deutsch/ Geschichte) und außerschulischen Unterrichts machte die Klasse 9/3 – fröhlich angezogen wie Knaben und Mädel um 1900 – am 14.11.18 in Begleitung von Fr. Minkler und Hrn. Röthig einen Ausflug ins Hamburger Schulmuseum.

 

Anhand der lokalen Situation in Hamburg um 1888 und der Lektüre von Zuckmayers „Der Hauptmann von Köpenick“ erläuterte unsere Museumspädagogin sehr anschaulich die Lebenswirklichkeit des Kaiserreichs zwischen Gehorsam, Militarismus und Unterdrückung sowie die Diskrepanzen zwischen reicher Oberschicht (z.B. am Jungfernstieg) und Armut in den Arbeitergebieten (z.B. im Gängeviertel). 

Und dies immer mit aktuellen Bezügen ins Jahr 2018 als Vergleich der Lebenswirklichkeit damals und heute.

 

Anschließend schlüpfte unsere Museumspädagogin in die Rolle der Fräulein Hartmann und gab eine Schulstunde wie im Kaiserreich – theaterpädagogisch perfekt inszeniert – zum Besten: 

Vom – nach Jungen und Mädchen getrennten – Antreten in Zweierreihen über Handflächen auf die Ablage legen und ein Lobgedicht auf den Kaiser sprechen bis zum Schreiben mit der Schiefertafel war alles dabei. 

Der Unterrichtsstil war dabei durchzogen von einem autoritären Geist, mit wenig Lob und viel Tadel und unzähligen Redewendungen („Schwamm drüber!“), deren Ursprung in diesem Kontext erst (wieder) klar wurde.

 

Die Zeit von 100 Jahren und damit die Lektüre „Der Hauptmann von Köpenick“ anschaulich und am eigenen Leib fühlbar zu machen sowie zum Nachdenken anzuregen – das ist dem Hamburger Schulmuseum prima gelungen.

 

Doch wie fühlen sich Schülerinnen und Schüler in solch einer Rolle? 

 

Tabea Meyeraus der 9/3 berichtet:

 

Am Mittwoch, den 14.11.2018 machten wir uns froh gelaunt auf den Weg zum Hamburger Schulmuseum, wo wir die Möglichkeit hatten an einer Unterrichtsstunde wie zur Kaiserzeit teilzunehmen.

Im Vergleich zu heute gab es im Unterricht viele Unterschiede. Die Mädchen trugen Schürzen und die Jungen Matrosenkragen. Wir saßen auf unbequemen Bänken immer mit dem Blick nach vorne. Auch die anderen Regeln wie zum Beispiel das Vorzeigen der Hände und das stetige Aufrechtsitzen sowie der militärische Drill, auf den wir gebracht werden sollten, waren ab und zu so absurd für uns, dass es schwer fiel, dabei ernst zu bleiben. 

Auch wenn es heutzutage unmöglich wäre ein Kind so zu manipulieren, dass es keine eigene Meinung mehr hätte und ihm klar zu machen, dass es nichts Besonderes wäre, fühlte man doch diese Angst etwas Falsches zusagen und das Aufsehen der Lehrerin zu erregen. 

Zum Schluss war man dann doch sehr froh, dass sich im Laufe der Zeit so viel in der Gesellschaft und im Schulsystem geändert hat. 

Alles in allem war es ein interessanter Ausflug in die Schulzeit um 1900, den wir nur weiterempfehlen können.^

Seite zuletzt geändert am 29.11.2018, 13:34 Uhr von Sascha Sobkowiak
 

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