Frühlings Erwachen

 

nach Frank Wedekind

 

 

 

 

AKTUALITÄT DES THEMAS:

„An nichts kann man denken, ohne dass einem Arbeiten dazwischenkommen“, sagt die Schülerin Mona zu ihren Freundinnen und Freunden.

Vielleicht kennst du oder kennen Sie das auch - der alltägliche Schulstress mit Hausaufgaben, Facharbeiten und (Vor-)Abiturklausuren, die nicht enden wollende Arbeit im Betrieb oder die unerledigten Akten auf dem Schreibtisch? Und daneben noch der Verein, die ehrenamtliche Tätigkeit in der Gemeinde oder einfach die Erwartungen des Partners oder der Familie.

All das soll man leisten ohne sich selbst zu verlieren?

Diese Grundstimmung griff Frank Wedekind schon vor über 100 Jahren auf – und erscheint damit aktueller denn je. Aber „Frühlings Erwachen“ ist mehr als die Frage nach der eigenen Belastungsgrenze.

Die gesellschaftskritisch-satirische Kindertragödie wartet u. a. mit den Themen Pubertät und Erwachsenwerden, theoretische Aufklärung und praktizierte Triebabfuhr oder Schulangst und Grenzerfahrungen bzw. Grenzüberschreitungen zwischen Leben und Tod auf.

Und Melchoir fragt: „Möchte doch wissen, wozu wir eigentlich auf der Welt sind“ und stellt damit die Sinnfrage nach dem eigenen Ich und der eigenen Rolle in der Gesellschaft, die auf mehreren Ebenen durch die unterschiedlichen Charaktere des Stücks angedeutet oder beantwortet wird.

Wir hoffen, dass du oder Sie sich hier und heute auf diese Frage einlassen können. (Keine Angst, die Antwort wird hinterher nicht abgefragt, aber vielleicht hinterlassen wir ein bisschen Nachdenklichkeit…)

 

INHALT DES STÜCKS:

Wedekinds erstes großes, seinen Ruhm begründendes Bühnenwerk, entstanden 1890/ 91, in der Bearbeitung für Schultheater von Jerofke/ Gospodarek (2004) mit textlicher Erweiterung von Werner-Dralle (2017), dringt unverblümt in die Abgründe der menschlichen Seele vor und führt in lockerer Szenenfolge die Schicksale verschiedener Jugendlicher vor.

 

Da ist Wendla Bergmann, die von ihrer Mutter aus falscher Scham im Zustand kindlicher Un­wissenheit über alles Geschlechtliche gehalten wird, sich aber zu Melchoir Gabor hingezogen fühlt und ihre ersten schmerzlichen und körperlichen Erfahrungen mit ihm teilt, welche wiederum zu einer ungewollten Schwangerschaft führen. An einer - durch Mutter Bergmann veranlassten - Abtreibung stirbt Wendla schließlich.

 

Da ist das Geschwisterpaar Moritz und Mona Stiefel, welches unter dem strengen Pantoffel des Vaters steht und zusätzlich dem Leistungsdruck der Schule und des Bildungssystem ausgesetzt ist. Die eigenen selbstquälerischen und ängstlichen Gedanken führen den pubertierenden Moritz, der seine Schwester immer zu beschützen sucht, zu märchenhaft-erotischen Zwangsvorstellungen, während Mona dem Druck nicht standhält und nach der Nichtversetzung glaubt, sich der gefühlten Ausweglosigkeit des väterlichen und institutionellen Drucks nur mittels Selbstmord entziehen zu können.

 

Und da ist Melchior Gabor, der gefestigt erscheint, schulisch ein Ass ist und von seiner Mutter vernünftig und tolerant erzogen wurde. Aufklärerisch denkend, will er seinen Freund Moritz von quälenden Grübeleien und sexuellen Zwangsvorstel­lungen befreien, indem er ihm eine selbst verfasste Aufklärungsschrift zusteckt. Sein Leben gerät aber aus dem Tritt, als sich seine und Wendlas Wege kreuzen: Das Mädchen hat den Jungen verwirrt und erregt, indem es sich von ihm schlagen ließ; bei ih­rer nächsten, halb zufälligen, halb gewollten Begegnung verführen die beiden einander. Melchior wird zudem wegen der Aufklärungs­schrift, die nach Ansicht der bornierten Lehrer die Verzweiflungstat Monas ausgelöst hat, von der Schule verstoßen und von seinen hilflosen Eltern in eine Erziehungsan­stalt gesteckt, aus der er allerdings flieht.

Die Handlung der Hauptfiguren ist eingebettet in eine Reihe von episodischen Dialogen, die die jugendliche Unreife der Heldinnen und Helden und aus ihr geborene Gefühlsverwirrungen deutlich machen: altkluges Backfischgeplauder, Schülerdebatten über Idealismus und Materialismus, verzweifelte Selbstbefriedigung und mädchenhafte Homoerotik.

Zum Schluss glaubt Melchoir, das Schicksal Wendlas und Monas teilen zu müssen und begibt sich auf den Friedhof. Als er gerade die Hand der toten Mona, die ihm die Erbärmlichkeit des Lebens ausmalt, zustimmend erfassen will, erscheint „der vermummte Herr“

 

(Aus: Kindlers Neues Literatur Lexikon. Band 17. Copyright © 1990 by Kindler Verlag GmbH, München, S. 463/464.)

 

 

UNTERSTÜTZER UND SPONSOREN:

 

  • Unser Theaterpädagoge der JH Worpswede: Andreas Krämer
  • Unser(e) Hausmeister: Gerd Kölln (und Manuel Wüstefeld)
  • Das Schmink-Team: Vivien Worbs, Emily Hauschild, Vera Munz, Leandra Kusch, Charlotta Wille, Mascha Rosengart, Irina Knüpffer, Pia Schöneberg, Annika Detje, Katharina Schlia und alle weiteren Helferinnen und Helfer, die uns oft dann „zuwachsen“, wenn wir sie am nötigsten brauchen!
  • Die Bühnen-Technik-AG von Hrn. Hink: Malte Bruns, Maxim und Pawel Gitlevic, Moritz Hödtke, (+ Florian Staude & Toni Cai)
  • Die Bühnenbild-AG: Svenja Hasche, Annerieke Busch, Catarina Cocciolone, Celina Schmidt, Julius Pietrowski, Karolina Jahns, Michelle Becker, Nico Krämer, Jana Frömming, Chi Nguyen, Annalena Koch
  • noch einmal Svenja Hasche für die Plakatgestaltung
  • Lukas Rilling & Gartenbau Norbert Farwick GmbH aus Appel sowie Daniel & Herr Lukić (Bereitstellung sowie Transport der Bauzäune)
  • Frau Lahse und Frau Schröder (Kartenverkauf)
  • Vivien & „Das Gänseblümchen“ in Elstorf von Nicole Worbs (Blumenlieferung und Werbung)
  • Frau Lösch (Bereitstellung der Kamera)
  • Fachbereiche Kunst und Musik (Bereitstellung der Räume)
  • Der Schulverein des Gymnasiums Neu Wulmstorf, ohne den unsere Theaterwoche in Worpswede nicht hätte stattfinden können!
  • Alle Elternhäuser, Freunde und Freundinnen, ehemalige AGler und weitere Bekannte und Verwandte, die mit unseremArbeitsprogramm Verständnis hatten und an vielen Stellen geholfen haben, z.B. mit den Fahrdiensten nach Worpswede, der Suche nach Requisiten und Kostümen u.v.m.

 

Die Schauspieler und ihre Rollen

Ahrens

Dietlind

Ernestine Röbel, Fr. Professorin Knüppeldick

Cai

Toni

Pedell Habebald, Pastor Kahlbauch, Vermummter Herr

Eckhardt

Jan Peter

Isidor, (Souffleur)

Héjja

Zoé

Fr. Professorin Fliegentod

Krüger

Isabel

Georgia, Fr. Professorin Hungergurt

Krzoßa

Ann-Kathrin

Wendla Bergmann

Lukić

Daniel

Herr Rentier Stiefel

Madel

Kim

Fr. Professorin Knochenbruch

Munz

Franziska

Martha Bessel

Rother

Niklas

Melchoir Gabor

Sauerländer

Till

Moritz Stiefel

Schnorr

Celina

Fr. Rektorin Sonnenstich, Gaston

Schöllhorn

Jenna Sophie

unsere Doppel-Mutter: Fr. Bergmann und Frau Gabor

Schuler

Veronika

Thea, (Fr. Professorin Fliegentod)

Schulz

Marlene

Fr. Professorin Zungenschlag, Ruprecht

Staude

Florian

Hänschen Rilow, Hellmuth

von Hacht

Annika

Roberta

Wachner

Manon

Mona Stiefel

Weigmann

Richard

Herr Gabor

 

Licht/Sound/Technik/Musik/Regie

Bruns

Malte

 

Licht, Sound, Technik

Gitlevic

Maxim

Gitlevic

Pawel

Hödtke

Moritz

Schulz

Marlene

Musikkompositionen

Röthig

Carl

Regie (Organisation & Pläneschmiede)

Werner-Dralle

Ralph

Regie (Kreativabteilung & Feinschliff)

 

 

Bilder von den Aufführungen am 6., 7. und 8. März 2017

(von Nell Hennings, Jg. 12, Isabelle Tiid und Charlotta Wille,  Copyright ebd.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seite zuletzt geändert am 18.11.2018, 17:35 Uhr von Carl Röthig
 

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