Förderkonzept Deutsch
 
1) Diagnoseinstrumente
 
Folgende Diagnoseinstrumente sollen bei der Einschätzung der Lese- und Rechtschreibfähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler eingesetzt werden:
 
  • Gutachten der Grundschule
  • Eingangstest Rechtschreibung für den gesamten Jahrgang
  • Vergleichsdiktat in Klasse 5: Diktat ohne Wörterbuch (1. Halbjahr)
  • Vergleichsdiktat in Klasse 6: Diktat mit Wörterbuch (2. Halbjahr)
  • intensive Beobachtung der Leseleistungen
  • Elterngespräche und Gutachten von dritter Seite (Erlass: Einstufung der Kinder unabhängig von ärztlichen Gutachten)
 
 
2) Förderinstrumente
 
Folgende Förderinstrumente können eingesetzt werden, um die Probleme einzelner Kinder in den Bereichen Schreiben und Lesen anzugehen:
 
  • Bildung von Fördergruppen (in den Jahrgängen 5 und 6 sowie Deutsch für Kinder mit Migrationshintergrund)
  • „LemiS”
  • Binnendifferenzierung im Deutschunterricht (Klasse 5: wöchentlich eine offene Stunde für Lesen und Schreiben, Klasse 6: vierzehntäglich eine Stunde)
  • Gespräch mit Kindern und Eltern über die Ergebnisse der Diagnose und konkrete Hilfestellung für die häusliche Förderung (Arbeitshefte wie „Abschreiben erwünscht” oder „Duden Schülerhilfen”)
  • Rückgriff auf Materialpool
  • Anlegen einer Klassenbibliothek (Klassenkasse, Bücherigel, Flohmärkte) und Durchführung von Leseprojekten (z.B. Vorlesewettbewerb)
 
 
Als öffentlicher Bildungsträger empfehlen wir keine gewerblichen Einrichtungen, die sich mit LRS-Kindern befassen, sondern verweisen an den Bundesverband Legasthenie e.V., eine Selbsthilfeorganisation von Eltern und Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, der Bundesarbeitsgemeinschaft „Hilfe für Behinderte” und der European Dyslexia Association. Der Verband hilft durch Informationsschriften, Veranstaltungen, Literaturhinweise, persönliche Beratung, Sorgentelefon, Gesprächskreise und Elterngruppen sowie bei der Vermittlung von außerschulischen Fachleuten.
 
 
3) Dokumentation
 
Die Lese- und Rechtschreibfähigkeiten der Kinder werden ab dem Eintritt ins Gymnasium dokumentiert. Die Dokumentation erfolgt im Wesentlichen über das Schulprojekt „Individuelle Förderpläne und ihre Dokumentation” (verantwortlich: Inga Brömel-Schäfer).
 
Folgende Punkte sind bei der Dokumentation von Interesse:
 
  • Hinweise aus dem Gutachten der Grundschule
  • Ergebnisse des Eingangstests und der Vergleichsdiktate
  • Vergleich Rechtschreibung in Aufsätzen und Diktaten
  • Beobachtungen zum Wortschatz und zum Satzbau
  • Beobachtungen zum Lesen (Tempo, Lesefluss, Betonung, Pausen ...)
  • Teilnahme an Fördergruppen und Nutzung dieser und anderer Angebote
  • Zielvereinbarungen und Erreichen der gesteckten Ziele
Seite zuletzt geändert am 15.11.2017, 17:18 Uhr von Markus Bröer
 

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