Zu wissen, was die Welt im Innersten zusammenhält ...!

Am Dienstag vor den Halbjahreszeugnissen zog der Grundkurs Physik des 11. Jahrganges los, um diese Frage endlich beantwortet zu bekommen. Ziel war es Ordnung in den unübersichtlichen Teilchenzoo zu bringen, den die Teilchenphysiker in den letzten Jahrzehnten ans Tageslicht gebracht hatten. Da wimmelt es nämlich nur so von merkwürdigen Objekten wie Bosonen, Leptonen, Myonen oder auch Positronen. 

 

 

Und mit Hilfe dieser exotischen Wesen versuchen Physiker bei DESY ganz elementare Fragen zu beantworten wie:

  1. Woraus ist eigentlich alles aufgebaut;

  2. Was hält alles zusammen und

  3. Wie ist alles entstanden?

Die Schüler lernten, wie Experimentalphysiker mit den Theoretikern zusammenarbeiten und dass dies nicht immer problemlos verläuft. Besonders freuen sich die Experimentalphysiker zum Beispiel, wenn sie bei ihren Versuchen den Theoretikern Teilchen präsentieren können, die diese nicht vorhergesagt hatten. 

 

 

 

Aber mit dem zurzeit berühmtesten Teilchen war es genau anders herum. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts sagte nämlich ein Herr Higgs ein Teilchen vorher, dass endlich die Frage beantworten sollte: Wie erhalten Teilchen ihre Masse?

Erst in diesem Jahrtausend war man endlich technisch in der Lage, diesem „Geisterteilchen“ auf die Spur zu kommen. Aber nichtsdestotrotz war es für die Schüler sehr ernüchternd am Ende des Vortrages zu erfahren, dass man bis heute nur ca. 4% des Universums erklären kann. Die restlichen 96% sind angefüllt mit dunkler Energie und dunkler Materie.

Nach zwei Stunden kompakter und spannender Physik mussten sich die Schüler erst einmal in der Mensa stärken und hier waren sie erstaunt über die internationale Zusammensetzung an einem solchen Forschungsinstitut und die Tatsache dass dann untereinander Englisch gesprochen wird (Die Englischlehrer werden an dieser Stelle denken: „Sag‘ ich doch immer; Englisch ist so wichtig!“).

Die beiden Betreuer, Herr Dr. Schröder und Herr Görner unternahmen dann noch einen kurzen Abstecher mit uns in das Kontrollzentrum für das CMS-Experiment das am CERN läuft und über die Welt verteilt mehrere Kontrollzentren besitzt. Zurück im Vortragsraum durften die Schüler dann auch endlich selber einmal Messdaten eines Experimentes vom Teilchenbeschleuniger am CERN auswerten.

 

 

 

Am Ende eines langen Physik-Tages erhielten dann alles Schüler ein Zertifikat über die Teilnahme an einer „ Masterclass-Teilchphysik“ und konnten ihr Wissen in einem Quiz testen. Der Sieger wurde dann erst nach einem Stechen ermittelt, nachdem Armin und Johannes G. punktemäßig gleichauf lagen.

 

 

(Text und Bilder: S. Waszkewitz)

Seite zuletzt geändert am 02.02.2013, 20:40 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

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