“Ushirikiano na urafiki huleta amani”

 

10 Jahre Schulpartnerschaft zwischen Tansania und Neu Wulmstorf

 

Jubiläumsfeier am GNW

 

 

Eine ansehnlich große und dennoch mehr oder weniger handverlesene Schar von Gästen aus Schülerschaft, Eltern und Kollegium sowie Ehemaligen und Freunden feierte am 19.11. im Forum des GNW die nun schon 10 Jahre andauernde Partnerschaft zwischen der Kishoju Secondary School in Muleba, Tansania, und dem Gymnasium Neu Wulmstorf.

 

 

Mit einem herzlichen „Karibu sana“ (Herzlich willkommen!) begrüßte Schulleiter Peter Lindemann alle Gäste und rückte eingangs die Dimensionen des Austauschlandes in das Bewusstsein der Zuhörer/innen: Riesige Entfernungen, riesige Unterschiede in Lebensweise, Infrastruktur und Traditionen, – und dennoch die entscheidende große Gemeinsamkeit: Es geht in Muleba ebenso wie in Neu Wulmstorf um Schüler/innen, die etwas lernen wollen, und Lehrer/innen, die etwas beibringen und ihren Schüler/innen damit eine Zukunft eröffnen wollen. „Deshalb ist es ein Kontakt zu Partnern, die zu Freunden geworden sind!“ Das spiegele sich am schönsten im Motto der Partnerschaft:

“Ushirikiano na urafiki huleta amani”

“From Partnership and Friendship to Peace”

“Von Partnerschaft und Freundschaft zum Frieden”.

Besonders wichtig war Lindemann die Bedeutung, die die Tansania-Partnerschaft im Schulleben des GNW gewonnen habe: Er wies auf die Tansania-Tage der 6. und 9. Klassen hin mit Projektunterricht, der über den akademischen Tellerrand hinaus das Thema „Tansania/Afrika“ mit viel Farbe, Musik und allen Sinnen zu vermitteln suche. Organisiert und getragen werde das alles von der Tansania-Schüler-AG und der Tansania-Lehrergruppe, der gesamten Schülerschaft, die einmal im Jahr mit ihrer Aktion „Schuften für den Frieden“ auch für die Kishoju High School in Muleba schon viele Unterstützungsgelder erwirtschaftet habe, und die vielen Lerngruppen, Gremien, Elternhäuser und Einzelpersonen, die im Bereich der Patenschaften für unterstützungsbedürftige Schülerinnen und Schüler in Kishoju High konkrete Verantwortung übernommen haben und immer wieder übernehmen!

In Zeiten, wo große Teile der Welt im Unfrieden leben, so Lindemann, sei es besonders wichtig, mit solchen Projekten wie der Schulpartnerschaft zwischen dem GNW und der Kishoju High in Tansania und den persönlichen, direkten Kontakten zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen einen konkreten Beitrag zum Frieden zu leisten. Darauf könne man auch gern stolz sein: „Herzlichen Glückwunsch uns allen zum Jubiläum!“

 

Im Anschluss an den Schulleiter warfen Klaus Fischer und Sybille Schur-Gieselberg einen Blick auf die Geschichte der Partnerschaft, mit einem besonderen Schwerpunkt auf ihrem Besuch vor Ort im letzten Jahr, und die Bemühungen um verlässliche personelle und institutionelle Ansprechpartner und Kontakte, um die Hilfe auch dort ankommen lassen zu können, wo sie benötigt werde. Das war in den letzten 10 Jahren nicht immer einfach, da die Schulleitung in der Kishoju High häufig (jedenfalls öfter als in Neu Wulmstorf ;)) wechselte und immer wieder neue Verbindungen aufgebaut werden mussten. Jetzt sei ein stabiles fünfköpfiges Gremium in Muleba entstanden, dem man vertrauen könne und mit dem die Zusammenarbeit gut funktioniere. Dabei gelte allerdings immer, dass man andere Maßstäbe als in der durchgetakteten deutschen Gesellschaft anlegen müsse: „Pole, pole!“ („Langsam, langsam!“ Oder „Immer mit der Ruhe!“) sei eine Grundhaltung, die man als Europäer erst erlernen müsse. Dann erkenne man aber, dass damit auch große Hindernisse (wie die Ersteigung des Kilimandscharo) Schritt für Schritt zu bewältigen seien!

 

Als „special guest“ war eigentlich ein in Bonn studierender und promovierender ehemaliger Pate und Schüler der Kishoju High vorgesehen, der aber wegen eines Todesfalles in der Familie kurzfristig absagen musste. An seiner Stelle hielt Eric M. aus Daressalam / Tansania die Gastrede. Eric hat über die Helene-Lange-Schule in Hamburg seinen ersten Kontakt nach Deutschland bekommen und hält sich jetzt hier für ein Praktikumsjahr auf. Er betonte die Bedeutung von Partnerschaft und Austausch für die jungen Menschen auf beiden Seiten, die dadurch einen größeren Horizont bekämen und Impulse, die ihr ganzes Leben bestimmen könnten.

 

Im Anschluss an den offiziellen Teil lud die Tansania-AG zu einem afrikanischen Essen mit afrikanischer Musik in der Pausenhalle ein. Das wurde von allen Gästen gern angenommen, und das gemütliche Beisammensein dauerte noch bis spät in den Abend hinein!

 

Copyright Bilder: Lea Tidau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seite zuletzt geändert am 01.12.2014, 17:06 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

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